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Wirtschaft und Menschenrechte - Jahrbuch Global Compact Deutschland 2018

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GOOD PRACTICE ALDI geht

GOOD PRACTICE ALDI geht auf Verpackungsmission: Offensive gegen Plastikabfälle Allein in Europa fallen jedes Jahr rund 25 Millionen Tonnen Plastikabfälle an. Vieles davon verschmutzt die Ozeane: Fast 90 Prozent aller Strandabfälle bestehen aus Plastik. Eine wichtige Zukunftsaufgabe für den Handel ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren und Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. Die Discounter ALDI Nord und ALDI SÜD gehen hierbei mit gutem Beispiel voran: Mit der „ALDI Verpackungsmission“ wollen sie ihre Produktverpackungen deutlich reduzieren und nachhaltig verbessern. Von Serra Schlesinger, Leiterin Unternehmenskommunikation ALDI Nord, und Kirsten Geß, Leiterin Unternehmenskommunikation ALDI SÜD Wohin mit dem Plastikmüll? Diese Frage beschäftigt seit Anfang 2018 auch die Europäische Kommission intensiv. Mit ihrer Plastikstrategie will sie bis 2030 alle Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt recyclingfähig machen. Bislang liegt dieser Anteil bei weniger als 30 Prozent. „Wenn wir nicht die Art und Weise ändern, wie wir Kunststoffe herstellen und verwenden, wird 2050 in unseren Ozeanen mehr Plastik schwimmen als Fische“, warnt Kommissions- Vizepräsident Frans Timmermans. „Die einzige langfristige Lösung besteht darin, Kunststoffabfälle zu reduzieren, indem wir sie verstärkt recyceln und wiederverwenden.“ Auf dem Weg zu weniger Plastik Im Umgang mit ihren Verpackungen verfolgen die Unternehmensgruppen ALDI Nord und ALDI SÜD eine klare Strategie: „Verpackungen stellen eine große Herausforderung für die Umwelt dar. Deswegen setzen wir uns bereits seit vielen Jahren überall im Unternehmen dafür ein, Verpackungsmaterial zu reduzieren“, so Philipp Skorning, Group Buying Director bei ALDI SÜD, verantwortlich für Qualitätswesen & Corporate Responsibility. Wie bedeutend das Thema ist, zeigt der alltägliche Einkauf im Supermarkt, bei dem uns viele verschiedene Verpackungen begegnen. Gänzlich darauf zu verzichten, ist allerdings keine Lösung: Verpackungen gewährleisten den Schutz der Produkte vor äußeren Einflüssen, erhalten ihre Qualität und verlängern die Haltbarkeit. So prüfen die beiden Discounter stetig, wie viel Verpackungsmaterial bei ihren Produkten notwendig ist. Dafür entwickelten sie sogar ein eigenes Bewertungssystem: „Um unsere Verpackungen recyclingfähiger zu gestalten, bewerten wir gemeinsam mit unseren Lieferanten und Fachexperten alle Eigenmarken- Verpackungen. Wir prüfen systematisch, inwiefern sie sich nachhaltiger gestalten lassen, um unsere anspruchsvollen Verpackungsziele zu erreichen“, erklärt Rayk Mende, Geschäftsführer Corporate Responsibility bei ALDI Nord. Erfolgreiches Engagement „Wir haben gemeinsam schon viel erreicht. In den letzten fünf Jahren haben wir rund zehn Prozent an Verpackungsmenge bei unseren Eigenmarkenprodukten eingespart“, so Philipp Skorning. „Obst und Gemüse transportieren wir überwiegend in Mehrwegkisten. So haben wir in 2017 zusammen mehr als 120 Millionen Pappkartons eingespart und konnten damit rund 50.000 Tonnen Treibhausgas-Emissionen vermeiden.“ Auch in puncto Recycling hat sich einiges getan. Die Recyclingrate für in den Filialen und Logistikzentren anfallendes Papier, Pappe, Kartonagen und Kunst- 32 globalcompact Deutschland 2018

stofffolien beträgt bei ALDI Nord und ALDI SÜD seit 2014 nahezu 100 Prozent. Bei beiden Discountern erhalten Kunden seit Oktober 2017 eine neue, langlebige Mehrwegtragetasche aus mindestens 80 Prozent Rezyklat, die mit dem Blauen Engel zertifiziert ist. Die Tasche ist zu 100 Prozent recyclingfähig und wird in einem geschlossenen Materialkreislauf in Deutschland hergestellt, was wiederum Treibhausgase einspart. Verpackungsstrategie: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln. Diese Erfolge im Kampf gegen Verpackungsabfälle sind für die beiden Handelshäuser ein Ansporn, diesen Weg gemeinsam weiter zu gehen. 2018 starteten sie das Gemeinschaftsprojekt „Die ALDI Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln“. Darin verabschiedeten sie eine Verpackungsstrategie mit konkreten Zielen und Maßnahmen. Insgesamt soll bis zum Jahr 2025 der Materialeinsatz aller Eigenmarken-Verpackungen – relativ zum Umsatz – um 30 Prozent reduziert werden. Zusätzlich sollen alle Eigenmarken-Verpackungen bis 2022 recyclingfähig sein. „Die Steigerung der Recyclingfähigkeit hat auf unserer Agenda bereits höchste Priorität. Mit der Strategie und der konkreten Zielsetzung setzen wir unser Engagement gegen Verpackungsabfall nun noch konsequenter fort“, erklärt Rayk Mende. Weniger Verpackung, anderes Material und eine zusätzliche Umverpackung ist nicht nötig. Auch im Hinblick auf die Materialien haben sich die beiden Unternehmensgruppen Gedanken gemacht. So stellten sie sukzessive bei Tiefkühl-Fischprodukten den Einsatz von Garschalen aus Aluminium auf die ökologischeren Pappschalen um. Zudem konnten sie bei ihren Getränkeflaschen sowohl bei den Verschlussdeckeln als auch bei der Flasche selbst Material reduzieren. Positiver Nebeneffekt: Durch geringeres Gewicht beim Transport der Getränkeflaschen werden weniger Treibhausgas-Emissionen in die Umwelt ausgestoßen. Mehrweg statt Einweg ALDI Nord und ALDI SÜD sind die ersten großen Lebensmittelhändler in Deutschland, die seit Ende 2018 komplett auf Einwegtragetaschen aus Plastik und Papier verzichten. Was viele nicht wissen: Auch die Produktion einer Papiertragetasche ist in Sachen Nachhaltigkeit nicht viel umweltverträglicher als die einer Plastiktüte. Seit Ende 2018 bieten ALDI Nord und ALDI SÜD ausschließlich Tragetaschen nach dem „Mehrwegprinzip“ an. „2019 wird die klassische ALDI Tüte endgültig in die Geschichte eingehen“, betonen die beiden Unternehmensgruppen. Nicht nur bei ihren Tragetaschen reduzieren die Discounter Einwegkunststoffe: Ein wichtiger Baustein der Verpackungsmission ist es, Einwegplastik-Artikel wie Partygeschirr oder Strohhalme systematisch auf nachhaltige Materialen umzustellen oder durch Mehrwegvarianten zu ersetzen. Mit ihren ambitionierten Zielen unterstützen die beiden Lebensmittelkonzerne ausdrücklich die Europäische Kommission. „Mit der Zielsetzung, dass 100 Prozent unserer Verpackungen bis 2022 recyclingfähig werden sollen, fördern wir den wichtigen Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Deutschland“, betonen sie. „Damit liegen wir sogar zeitlich noch deutlich vor den angestrebten Plänen der EU- Kommission.“ Obst und Gemüse steht dabei besonders im Fokus. Die Discounter planen die Verpackungsmenge – unter Berücksichtigung der Produktqualität und der Lebensmittelverluste – größtmöglich zu reduzieren. Gleichzeitig ist geplant, das Angebot an unverpacktem Obst und Gemüse stetig auszubauen. ALDI SÜD testet im Bereich Bio-Obst und -Gemüse außerdem das sogenannte „Natural Branding“. Mithilfe eines Laserverfahrens erhalten Bio-Gurken oder -Avocados eine Kennzeichnung auf der Schale. Diese zeigt den Kunden, dass es sich um ein Produkt in Bio-Qualität handelt. So sind alle wichtigen Informationen direkt auf dem Lebensmittel zu erkennen globalcompact Deutschland 2018 Die ALDI Verpackungsmission Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln. 33

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