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Wirtschaft und Menschenrechte - Jahrbuch Global Compact Deutschland 2018

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GOOD PRACTICE Mobilität

GOOD PRACTICE Mobilität in „Smart Cities“ Staus, Lärmbelästigung und eine hohe Umweltbelastung – insbesondere Großstädte müssen sich aktuell vielen Herausforderungen stellen. Dazu nimmt die Digitalisierung enormen Einfluss darauf, wie wir uns fortbewegen wollen. Mobilität soll sofort und jederzeit, also „on-demand“, verfügbar sein und zu den eigenen Bedürfnissen passen. Gleichzeitig muss Mobilität vernetzt und nachhaltig sein. Mit seinem Portfolio an Mobilitätsdiensten trägt Daimler schon heute dazu bei, dass Städte ihren Personenverkehr intelligenter, flexibler, vernetzter und damit zukunftsfähiger gestalten können. Von Stephan Unger, Finanzvorstand Daimler Financial Services Großstädte bieten viele Jobs, zahlreiche Freizeitangebote und eine gute Infrastruktur. Bis 2050 sollen laut den Vereinten Nationen zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Die Folge: immer mehr Menschen zieht es in Großstädte. Doch nicht nur Ballungsgebiete, sondern auch die Automobilindustrie befindet sich derzeit im Wandel. Mobilität wird zunehmend als Service konsumiert. Gefragt sind deswegen intelligente und vernetzte Verkehrslösungen. Das Konzept der „Smart Cities“ soll die Lebensqualität der Stadtbewohner mit einer Reihe digitaler Lösungen erhöhen. In punkto Mobilität liegt der Fokus auf einer Verbesserung der Verkehrslage und Emissionen und auf der Verringerung von Unfällen. Mobilitätsangebote wie Carsharing, Mitfahrdienste oder Smartphone-Apps können die städtische Fortbewegung auf vielfache Weise zukunftsfähiger machen. Sie tragen zum Umweltschutz bei und verhelfen der Elektromobilität zum Durchbruch. Weniger Treibhausgase, mehr Komfort So kann Carsharing zu einem geringeren CO 2 -Austoß führen, da hier ältere Autos durch neuere Fuhrparks mit niedrigeren Emissionen ersetzt werden. Das belegt eine Studie der Universität Berkeley in Kalifornien. Die Wissenschaftler untersuchten drei Jahre lang, wie sich Mobilitätssysteme wie beispielsweise Daimlers car2go in den kanadischen Metropolen Calgary und Vancouver sowie den amerikanischen Städten Seattle, San Diego und Washington D.C. auf den urbanen Verkehr und die Umweltbelastung auswirken. Insgesamt nahm die Belastung durch Treibhausgase in den fünf Metropolen nach Berechnungen der Forscher dadurch um bis zu 7.700 Tonnen pro Jahr ab. Jedes Carsharing-Fahrzeug ersetzt zudem im Schnitt sechs bis acht private Fahrzeuge. Dabei verschwinden vor allem alte Autos von den Straßen. Doch auch Komfort und Einfachheit stehen beim Carsharing weit oben. Es bietet alle Vorteile eines Autos ohne es zu besitzen: Parken, Tanken oder Aufladen und Versicherung – alles inklusive. Abgerechnet wird die Nutzung pro Minute. Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs Der öffentliche Personennahverkehr rundet das Angebot an umweltfreundlichen Transportarten ab. Noch sicherer wird dieser mit dem Mercedes Benz Future Bus, Daimlers halbautomatisiertem Stadtbus mit CityPilot. Das Besondere: Den eingebauten Kameras und Radarsystemen entgeht nichts und der Fahrer wird entlastet. Der ruhige und vorausschauende Fahrstil verringert zudem die Abnutzung inklusive einem geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger Emissionen. Dennoch bleiben Lücken. Bus und Bahn fahren zu bestimmten Uhrzeiten unregel- 44 globalcompact Deutschland 2018

mäßiger, die Strecken sind klar definiert. Carsharing oder Taxifahrten stärken und ergänzen den öffentlichen Nahverkehr. Insbesondere für einkommensschwache Gruppen waren Taxifahrten in der Vergangenheit kaum erschwinglich. Mit sogenannten Ride-Pooling-Lösungen wie mytaximatch oder moovel on demand können die Fahrten und ihre Kosten inzwischen ebenfalls geteilt werden. Auch die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen kann so verringert werden. Fortbewegung nach Bedarf Das Mobilitätsangebot verändert sich, genauso wie unsere Ansprüche. Vor allem jüngere Menschen legen Wert auf Flexibilität. Manchmal ist das Auto die beste Lösung, um von A nach B zu kommen, ein anderes Mal ist es die U-Bahn. Abhängig ist das von vielen Faktoren: Zu welcher Tageszeit bin ich unterwegs? Ist gerade Stau in der Stadt? Habe ich Gepäck? Wie ist das Wetter? Gefragt sind durchdachte und vernetzte Anwendungen. Multimodale Plattformen helfen dabei, den besten und schnellsten Weg zu finden. Die Daimler-App moovel zeigt passende Angebote des öffentlichen Nahverkehrs, von mytaxi, car2go, Nextbike und der Deutschen Bahn. Die gewählte Route inklusive aller genutzten Transportmittel wird am Ende über die App bezahlt. Pilotprojekt für automatisiertes Fahren Daimler investiert außerdem intensiv in autonomes Fahren und entsprechende Flottenprojekte. 2019 wird in Kooperation mit Bosch auf ausgewählten Strecken im kalifornischen San José ein Shuttle-Service mit automatisierten Fahrzeugen getestet. Mit der Technologie kann die Zeit im Fahrzeug bestmöglich genutzt werden und Menschen ohne Führerschein bekommen eine neue Möglichkeit mobil zu sein. Das Pilotprojekt soll zudem zeigen, dass Mobilitätsservices wie Carsharing, Taxidienste und multimodale Plattformen intelligent verbunden und gesteuert werden können. Das Fahrzeug kommt zum Fahrer, nicht der Fahrer zum Fahrzeug. Innerhalb eines festgelegten Stadtgebiets werden sich Nutzer per Smartphone bequem ein Carsharing-Auto oder einen Wagen ordern können. Selbstlernende IT-Infrastruktur Einen Schritt weiter geht Daimlers Vision „Urbanetic“. Dabei handelt es sich um ein Mobilitätskonzept, das konsequent auf die tatsächlichen Bedarfe sowie Effizienz und Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Herzstück ist ein autonom fahrendes, elektrisch betriebenes Chassis, das je nach Einsatz unterschiedlich ausgerüstet werden kann. Frühmorgens und am späteren Nachmittag im Berufsverkehr kann die Flotte verstärkt mit dem People-Mover-Modul bestückt werden. In anderen Zeiten wird das System mit Cargo-Modul mehrheitlich für den Warentransport genutzt. Das Fahrzeug ist darüber hinaus in eine intelligente, selbstlernende IT-Infrastruktur integriert. Sie analysiert in Echtzeit, welche Art von Transportsystem gerade benötigt wird und passt die Routen permanent an. Die Herausforderungen Eine smarte Stadt besteht allerdings nicht allein aus flexiblen Verkehrslösungen. Es umfasst ebenso intelligente Wohn- und Energiekonzepte, das Verwaltungswesen und noch viele weitere Bereiche. Die Vernetzung aller Systeme erfordert unter anderem stabile Datennetze, Ladeinfrastrukturen oder alternative Energien. Darüber hinaus muss definiert werden, welche Daten zu erfassen, zu analysieren, zu schützen und zu speichern sind oder wie Smart City Projekte insgesamt gemanagt werden sollen. Der Investitionsbedarf ist hoch, aber sinnvoll. Daimler ist von der Idee der „Smart Cities“ überzeugt und gestaltet sie aktiv mit. Mit seinen Mobilitätsdiensten leistet der Konzern nicht nur einen wertvollen Beitrag zu einem durchdachten und komfortablen Städtekonzept, sondern unterstützt gleichzeitig die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Der Erfolg des Wandels hängt jedoch nicht nur von der Automobilindustrie ab. Gefragt sind alle Akteure – Politik, Wirtschaft und Bürger. globalcompact Deutschland 2018 45

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